Über das Brot

Brotist das Hauptprodukt der Getreideverarbeitung. Diese Backware erhält man, wenn man einen besonders vorbereiteten und geformten Teig in einer Temperatur zwischen 200 und 250 Grad bäckt.

Zutaten: Kohlenhydrate (45-49%), Wasser (42-48%), Eiweißsubstanzen (4,5-8,3%), ascheerzeugende Substanzen ( durchschnittlich 1,5%), Fett (ca. 1%); die Brotkruste beinhaltet überwiegend karamellisiertes Dextrin.

Je nach Art des verwendeten Mehls unterscheidet man zwischen Weizenbrot, Weizen-Roggen-Mischbrot sowie Roggenvollkornbrot und Weißbrot; man verwendet auch Hafer-, Gersten- und Maismehl. Durch einen besonderen hohen Nährwert (große Anzahl von Mineralsalzen und Vitaminen, vor allem Vitamin B1) zeichnet sich das Vollkorngebäck aus, auch Schwarzgebäck genannt (z.B. Grahambrot, Steinmetzbrot). In vielen Regionen der Welt (z.B. im Nahen Osten) verzehrt man Brot in Form von Fladen, die dem Flammenkuchen ähneln.

Das Brot ist eines der wichtigsten Bestandteile der menschlichen Diät; es spielte und spielt eine wesentliche Rolle in der Kultur (es wird z.B. im Alten Testament erwähnt) und besitzt auch eine kulturell-symbolische Bedeutung. Die Antike (Babylonien und Assyrien, Ägypten, Israel, Griechenland, Rom) kannte zunächst das Brot in der Gestalt von Fladen aus Gerstenmehl und Schrot, die mit Wasser eingerührt auf erhitzten Steinen gebacken wurden. Verhältnismäßig früh tauchte auch der Brotlaib auf. Man verzehrte sowohl ungesäuerte Brote als auch Brote aus Teig, der mit Hefe oder Sauerteig aufgelockert wurde. Glockenförmige Tontöpfe, unter denen sie gebacken wurden, machten den Anfang für die kuppelförmigen Brotöfen, die im antiken Rom weit verbreitet waren. Gegenwärtig verwendet man in Bäckereien Kammeröfen.

Aus der Geschichte

Jahrhundertelang war Brot Hauptnahrungsmittel auf der ganzen Welt. Seine Bedeutung für die Menschen war so groß, dass es zum Symbol der Seelennahrung wurde. Der erste Brotlaib entstand ganz zufällig. Einer Sage nach schlief ca. 2600 v. Chr. ein ägyptischer Sklave bei der Zubereitung von traditionellen Keksen aus Mehl und Wasser ein. Das Feuer erlosch, bevor die Kekse fertig waren. Der Teig jedoch, der sich die ganze Nacht in warmer Umgebung befunden hatte, ging auf. Nach dem Backen schmeckte er viel besser als die bisherigen harten Fladen.

Bei Ausgrabungen in Ägypten entdeckte man Wandmalereien, die den Brotbackprozess darstellten. Außerdem fand man Brotlaibe, die Begrabenen als Nahrung mit auf den Weg ins Jenseits gegeben wurden. Heute noch entdecken Archäologen bei Ausgrabungen Spuren gigantischer Bäckereien, in denen riesige Brotlaibe für Sklaven, die beim Pyramidenbau tätig waren, gebacken wurden. Das Brot wurde auch als Dank für die Ernte den Göttern geopfert. Mit der Zeit wurde das Brot zum Symbol von allem, was wertvoll ist.

In der muslimischen Tradition ist es nicht erlaubt Brot zu verkaufen; man darf es nur verschenken oder gegen andere Waren tauschen. Das Brot sei nämlich Allahs Geschenk.

Auch heute noch kann man das Brot in vielen religiösen Ritualen entdecken. In der christlichen Eucharistie steht das Brot für das Leib Christi und symbolisiert Seelennahrung.

Das Brot nimmt viele Gestalten und Formen an, auf die der Zugang zu Produkten, unterschiedliche Sitten, und Glaubensüberzeugungen sowie der Ideenreichtum der Menschen, die es herstellen, Einfluss haben. In Zeiten der Not und Missernte war das Brot Hauptnahrungsmittel. Trotzdem verschwand es in fetten Jahren nicht vom Speiseplan. Wie kann das sein, dass ein so einfaches Nahrungsmittel, das ganz zufällig entdeckt wurde, so wichtig ist? Vielleicht bringt gerade seine Einfachheit uns alle näher?

Unabhängig davon, wo wir wohnen, wie wir leben und woher unsere Vorfahren kommen, nimmt das Brot einen hohen Stellenwert in unserem Leben ein.

Rezepte

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